Eine große Community braucht einen gemeinsamen Ort
Wie bringt man über 29.000 Menschen, zahlreiche Organisationen und unzählige Angebote an einen Ort? Im Zürcher Quartier Seebach stand man genau vor dieser Herausforderung. Die Community ist groß, vielfältig und lebendig, doch genau diese Vielfalt machte es bisher schwierig, den Überblick zu behalten und Menschen miteinander zu vernetzen.
"Unsere Community ist groß und sehr divers."
„Unsere Community ist groß und sehr divers. Genau dafür brauchten wir eine Lösung, die alle zusammenbringt“, beschreibt Robert Schikowski (Vorstandsmitglied im Quartierverein) die Ausgangssituation.
Zwar gab es bereits einen digitalen Veranstaltungskalender, doch dieser musste zentral gepflegt werden. Alle Inhalte liefen über eine Stelle, was nicht nur zeitaufwendig war, sondern auch dazu führte, dass nie die gesamte Bandbreite des Quartierlebens sichtbar wurde. Gesucht wurde daher eine Lösung, die nicht nur bündelt, sondern Beteiligung ermöglicht.
Mehr Beteiligung durch die SeebApp
Mit Communi wurde die SeebApp als zentrale Plattform für das Quartier umgesetzt. Heute können Organisationen, Gruppen und Einzelpersonen ihre Inhalte selbst einstellen und so aktiv zum Gemeinschaftsleben beitragen. Veranstaltungen, Angebote und Gesuche werden an einem Ort sichtbar und sind für alle leicht zugänglich.
„Heute kann jede und jeder Inhalte selbst einstellen. Das entlastet uns enorm und macht das Angebot viel lebendiger.“
Klare Regeln statt digitales Chaos
Damit die Vielfalt nicht im Chaos endet, setzt die SeebApp auf klare Leitplanken. Es gibt Richtlinien für Beiträge, die sicherstellen, dass Inhalte zum Quartier passen und relevant bleiben. Begleitet wird das Ganze von einem Team ehrenamtlicher Moderatorinnen und Moderatoren, die mit einem guten Gespür für die Community unterstützen.
Gemeinsam getragenes Gemeinschaftsprojekt
Ein besonderer Erfolgsfaktor ist das Organisationsmodell hinter der App. Die wichtigsten gemeinnützigen Akteure im Quartier – der Quartierverein, die katholische und die reformierte Kirche sowie das Gemeinschaftszentrum Seebach – finanzieren die App gemeinsam. Diese vier und viele weitere Organisationen stellen außerdem sogenannte Power-Userinnen und -User, die dafür sorgen, dass die App immer gut gefüllt ist. An der strategischen Steuerung können nicht nur die vier Gönner, sondern auch andere Organisationen und interessierte Menschen aus dem Quartier teilnehmen. So entsteht nicht nur eine Plattform, sondern ein echtes Gemeinschaftsprojekt.
Zusammenarbeit, die über die App hinaus wirkt
Die Wirkung geht dabei über reine Kommunikation hinaus. Bereits im Zuge des Relaunchs hat die Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Akteuren im Quartier spürbar zugenommen. Abstimmungen, gemeinsame Entscheidungen und ein stärkeres Miteinander sind ganz nebenbei entstanden
„Die App hat die Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Organisationen im Quartier spürbar gestärkt.“
Niedrige Einstiegshürden für die Community
Auch auf Nutzerseite zeigt sich schnell, was gut funktioniert. Die App ist bewusst einfach und intuitiv gehalten. Besonders geschätzt wird, dass keine verpflichtende Registrierung nötig ist, um Inhalte zu entdecken. Das senkt die Einstiegshürde und macht es leichter, auch Menschen zu erreichen, die sonst eher zurückhaltend sind.
Ein Modell mit Zukunft
Noch steht die SeebApp am Anfang. Eine umfassende Auswertung steht zwar noch aus, doch schon jetzt wird deutlich, welches Potenzial in einer solchen Plattform steckt. Das Ziel ist klar: das Quartierleben sichtbarer machen, mehr Menschen einbinden und langfristig eine lebendige, aktive Community schaffen.
Die SeebApp zeigt eindrucksvoll, wie sich mit Communi auch große und vielfältige Gemeinschaften digital vernetzen lassen. Durch die Kombination aus einfacher Nutzung, dezentraler Beteiligung und klaren Strukturen entsteht ein Ort, an dem Gemeinschaft nicht nur organisiert, sondern wirklich gelebt wird.


